US-Zölle: Einführung neuer Zölle schadet allen – auch der Schweiz
2. April 2025 – Angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der US-Handelspolitik fordert Die Mitte vom Bundesrat eine genaue Analyse der Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Die Einführung von Zöllen schadet allen – auch der Schweiz. In einem instabilen internationalen Kontext setzt sich Die Mitte für eine regelbasierte und verbindliche Wirtschaftsordnung und für konstruktive Zusammenarbeit mit unseren verlässlichen Handelspartnern ein.
Der aktuelle geopolitische Kontext ist geprägt von Instabilität und Unsicherheit. In Kürze soll die US-Regierung neue Zölle ankündigen, welche die Spannungen in der Handelspolitik weiter verstärken werden. Dazu kommen vermehrte Einflussnahme grosser Länder und damit verbunden die Infragestellung der geltenden Regeln des Welthandels. Eine auf Vertrauen und Rechtsstaatlichkeit basierende Wirtschaftsordnung ist nicht mehr selbstverständlich. Darauf muss sich die Schweiz einstellen und vorbereiten.
Auswirkungen auf die Schweiz genau analysieren
«Die erwartete Einführung neuer Zölle durch die US-Regierung schürt die aktuellen Unsicherheiten zusätzlich. Die Einführung neuer Zölle schadet allen – auch der Schweiz», sagt Gerhard Pfister, Präsident der Mitte Schweiz. Die genauen Auswirkungen auf die Schweiz sind derzeit zwar noch unklar. Doch ist anzunehmen, dass auch die Schweizer Wirtschaft betroffen sein wird. Die Mitte hat von den laufenden Diskussionen im Bundesrat Kenntnis genommen und findet es richtig, dass er die Entwicklungen genau prüft. Sie erwartet eine gründliche Analyse der Auswirkungen auf unsere Wirtschaft. «Es gilt pragmatische Lösungen für die betroffenen Branchen zu finden. Es gilt aber vor allem auch, die Handelsbeziehungen zu unseren verbindlichen und verlässlichen Handelspartnern weiter zu stärken», so Gerhard Pfister.
Schutz der Schweizer Wirtschaft statt naiver Liberalismus
Die Schweiz profitiert stark von einer international vernetzten Wirtschaft. In diesem Zusammenhang sind stabile und konstruktive Beziehungen zu unseren verlässlichen und vertrauensvollen Handelspartnern zentral. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Schweiz die Herausforderungen der ungebremsten Globalisierung angehen muss. Denn die letzten Jahre haben gezeigt, dass ausländische Investitionen nicht immer nur wirtschaftliche, sondern auch politische Interessen verfolgen. Deshalb warnt Die Mitte seit langem vor naivem Liberalismus. Wir müssen unsere Unternehmen besser vor Cyberangriffen, strategischen Übernahmen und gefährlichen Abhängigkeiten unserer kritischen Infrastrukturen schützen. Das von der Mitte initiierte Gesetz für Investitionskontrollen, das auf die Motion von Mitte-Ständerat Beat Rieder zurückgeht, zielt genau darauf ab, unseren Wirtschaftsstandort vor schädlichen Übernahmen zu schützen.